Kulturkreis Grafenau e.V., Jahresprogramm 2018/2019

Veranstaltungen des Arbeitskreises Konzerte

 

                             Durch die Konzertprogramme dieser Saison ziehen sich zwei „goldene Fäden“: die Themen „Brüder“ und „Schubert“. „Brüder“ finden Sie in den Konzerten vom 11. November (die Zwillingsbrüder Lange), 22. März (die Brüder Stenzl) und 1. Juni (die Pochekins sowie Michael  und Joseph Haydn), wunderbare Werke von Schubert hören Sie am 14. Oktober, am 17. November, am           19. Januar, am 22. März und am 1. Juni.  

 

 

 

KONZERT                 Klavierquintett- Abend

Sonntag                       mit dem

14.10.18 18 Uhr         Notos Quartett und Wies de Boevé, Kontrabass                                                                

Maltesersaal                Werke von Schubert (Forellenquintett) und  Ralph Vaughan Williams

                                   

                                        

                                    „Das Notos Quartett ist das beste mir bekannte Klavierquartett“ schwärmt Günter Pichler, der Primarius des legendären Alban Berg Quartetts. Der große Geiger Shlomo Mintz hebt neben technischer Brillanz und musikalischer Ausdrucksstärke besonders die hervorragende Kommunikationsfähigkeit des Ensembles untereinander und mit dem Publikum hervor.

 

                                    Das im Jahr 2007 gegründete Notos Quartett konnte bereits viele internationale Wettbewerbe für sich entscheiden. So gewann es jeweils den ersten Preis u.a. beim „Parkhouse Award London“ in Großbritannien, beim „Charles-Hennen-Concours“ in Holland, beim „Premio Vittorio Gui Competition“ in Italien und beim „Almere International Chamber Music Competition“ in Holland.

 

                                    Im Februar 2017 erschien die Debut-CD des Notos Quartetts bei Sony Music/RCA Red Seal. Sie erhielt für die Entdeckung des Bartok Klavierquartetts noch im selben Jahr den ECHO Klassik, den das Quartett aber im Zuge der Diskussionen um die ECHO Pop-Verleihung 2018 als erstes Ensemble wieder zurückgab.

 

                                    Wies de Boevé war Erster Preisträger von sechs Internationalen Musikwettbewerben, darunter der Deutsche Musikwettbewerb 2015, der 65. ARD-Musikwettbewerb 2016 und der Bottesini-Wettbewerb 2017. Er gilt heute als einer der erfolgreichsten jungen Kontrabassisten Europas.

                                    Als Orchestermusiker spielte er u.a. bei den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der Staatskapelle Berlin, bevor er 2015 Stellvertretender Solo-Bassist im BR-Symphonieorchester wurde.

 

                                    Eintritt 20,00 € (Kulturkreis-Mitglieder 18,00 €)  

 

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KONZERT                   Lieder des Tages- Blumen der Nacht

Samstag                        Liederabend mit Sebastian Noack, Bariton und Manuel Lange, Klavier

17.11.18                     

20 Uhr                         Lieder von Franz Schubert und Marius Felix Lange

Maltesersaal               

                                               

                                    Marius Felix Lange, bekannt durch seine Kinderopern und Filmkompositionen, hat auch Gedichte von Theodor Storm vertont: u.a. „Abends“, „Mondlicht“ und „Hyazinthen“. Wir dachten, wir kombinieren dazu Lieder von Schubert, die durch dieselben Stimmungen inspiriert sind, z.B. die Lieder „An den Mond“, „Erlkönig“, „Der Musensohn“,  „Ganymed“ u.a..

                                   

                                    Sebastian Noack war Meisterschüler bei Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann. Er erhielt ein Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes sowie ein Meisterkurs-Stipendium der Villa Musica Mainz. Bekannt wurde er durch den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang. Ferner gewann er den Paula Lindberg-Salomon-Wettbewerb und war 2. Preisträger beim International Song Competition in der Wigmore Hall London. Als Liedinterpret ist er gern gesehener Gast zahlreicher Festivals (Rheingau, Schubertiade Schwarzenberg, Schleswig Holstein, Ruhr- Triennale..) Seit 2011 lehrt er Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler.

 

                                    Manuel Lange, der Zwillingsbruder von Marius Felix Lange, studierte bei Oleg Maisenberg in Stuttgart sowie bei Hans Leygraf in Salzburg und Berlin. Zudem nahm er regelmäßig an Liedmeisterklassen von Dietrich Fischer- Dieskau, Aribert Reimann und Wolfram Rieger teil. Er gab Konzerte als Liedbegleiter von Mojca Erdmann, Sibylla Rubens, Mario Zeffira u.a. und gastierte bei zahlreichen Festivals (z.B. Bodensee, Bad Urach, Baden-Baden).

                                    Er ist Professor für Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in Detmold, lebt mit seiner Familie aber in Berlin. 

 

                                    Freuen Sie sich auf diesen besonderen Liederabend. Marius Felix Lange wird, als Composer in Residence sozusagen, selbst durchs Programm führen. Sie werden sehen, wie sehr sich die beiden Brüder ähneln.

 

                                    Eintritt 20,00 € (Kulturkreis-Mitglieder 18,00 €)

 

 

KONZERT                   Besuch aus Wien

Samstag                        Duoabend Violoncello/Klavier

19.01.19                        Rudolf Leopold, Cello; Anna Magdalena Kokits, Klavier             

20 Uhr                         

Maltesersaal                  Werke von Brahms (Sonate in e-Moll op. 38), Schubert (Arpeggione-

                                      Sonate) und Ernst Toch (Sonate op. 50)

 

                                           

                                      Rudolf Leopold studierte an der Wiener Musikhochschule Violoncello, daneben Klavier und Tonsatz. Seine Laufbahn begann 1974, als er den 1. Preis beim Wettbewerb der European Broadcasting Union als Mitglied des Franz Schubert Quartetts errang. 1983 gründete er das Wiener Streichsextett, mit dem ihm eine internationale Karriere gelang. Mit diesem Ensemble spielte er die wichtigsten

                                      Werke dieser Gattung für EMI und Pan Classics auf CD ein. Auch lud ihn das legendäre  Alban Berg Quartett ein, gemeinsam das Streichquintett von Schubert

                                      zu musizieren.

 

                                      Mit seiner Frau, der Pianistin Teresa Turner-Jones spielte Rudolf Leopold viele

                                      Duo- und Trioabende in Europa, den USA und Japan. Als Solist hat er die bedeutendsten Cellokonzerte aufgeführt. Er war Dozent für Kammermusik an der Wiener Musikhochschule und ist seit 1990 ordentlicher Professor für Violoncello

                                      an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz.

                                      Er organisiert eine Konzertreihe im Wiener Leopold Museum, wo die Schiele- Sammlung seines gleichnamigen Vaters ausgestellt wird.

 

                                      Anna Magdalena Kokits wurde 1988 in Wien geboren. Ersten Klavierunterricht bekam sie im Alter von vier Jahren und fand schon wenige Jahre später in

                                      Alejandro Geberovich ihren idealen Lehrer und Mentor, bei dem sie 2013 ihre

                                      Studien an der Konservatorium Wien Privatuniversität mit Auszeichnung abschloß.

                                      Als Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe zog sie

                                      bald die Aufmerksamkeit auf sich. Sie musizierte u.a. beim Carinthischen Sommer, beim Brahmsfest Mürzzuschlag und dem Festival St. Gallen. Sie widmet sich mit besonderem Interesse unbekannten oder vergessenen Komponisten: ihre

                                      Einspielung von Klavierwerken des Komponisten Ernst Toch ist im Juni 2017

                                      beim Label Capriccio erschienen.   

 

                                      Eintritt 20,00 € (Kulturkreis-Mitglieder 18,00 €)  

 

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KONZERT                   Das Klavierduo Stenzl

Freitag                          Die Brüder Volker und Hans- Peter Stenzl

22.03.19   20 Uhr                     

                                    

                                    Nur ein Werk: Schuberts f-Moll- Fantasie für Klavier zu 4

Maltesersaal                 Händen. Die beiden Musiker schreiben hierzu:

 

                                     „Ein Werk, das uns besonders am Herzen liegt, ist Franz Schuberts f-Moll-Fantasie. Wir nehmen sie zum Gegenstand eines Gesprächkonzertes: "Psychogramm einer menschlichen Seele".

                                     Franz Schubert hat dieses berühmteste und berührendste Werk der vierhändigen Klavierliteratur sechs Monate vor seinem Tod komponiert. Es repräsentiert gleichsam den Lauf eines menschlichen Lebens, von der Geburt bis zum Todesschrei und einem Ausblick ins Jenseits. Wo kommt diese Musik her? Was stellt Schubert mit dem sehnsüchtig-traurigen Anfangsthema an? Wie vertont er vergehende Zeit?

                                     Diese Fragen wollen wir beleuchten, so weit wie möglich beantworten und anschließend das gesamte Werk zu Gehör bringen.“    

 

Neben technischer Brillanz ist es vor allem die Kombination aus intellektuell-geistreicher Durchdringung und sensibel-einfühlender Gestaltung ihrer Programme, die Hans-Peter und Volker Stenzl seit über 30 Jahren zu einem internationalen Leuchtturm der Klavierduos gemacht hat. Auf Studien in Stuttgart, Frankfurt und London (u.a. bei Stephen Kovacevich und Alfred Brendel) und elf renommierte Wettbewerbspreise (u.a. ARD 1986, Dranoff 1989) folgte eine stringente Karriere mit Auftritten auf den wichtigsten Podien in aller Welt, sowohl als Solistenformation wie auch mit berühmten Dirigenten (u.a. Gustavo Dudamel, Helmuth Rilling), sowie vielbeachteten CD-Einspielungen. Als gesuchte Professoren unterrichten die beiden Brüder an den Musikhochschulen in Stuttgart (Hans-Peter), Trossingen (Volker) und v.a. in Rostock, wo sie 2012 auf die weltweit erste Professur für Klavierduo berufen wurden.

 

Eintritt 20,00 € (Kulturkreis-Mitglieder 18,00 €)


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KONZERT                   Ein Fest der Kammermusik

Samstag                        mit Musikern aus 3 Nationen

01.06.18  20 Uhr 

Kirche St. Leonhard                    

                                                                                       

                                    Mikhail Pochekin, Violine; Rainer Schmidt, Violine; Ivan Pochekin,

                                    Violine und Viola, Alexander Ramm, Violoncello; Wen Sinn Yang, Violoncello

                                       

Werke von Michael Haydn (Duo für Violine und Bratsche), Joseph Haydn,

(Trio für zwei Violinen und Cello), Wolfgang Amadeus Mozart (Streichquartett C- Dur KV 157)  und Franz Schubert (Streichquintett C- Dur D 956)

 

Mikhail und Ivan Pochekin waren schon des öfteren bei uns und dürften vielen unserer Konzertbesucher bekannt sein. Alexander Ramm gewann u.a. 2015 die Silber Medaille beim Moskauer Tschaikowsky Musikwettbewerb, Rainer Schmidt (Mitglied des bekannten Hagen Quartetts) und Wen Sinn Yang sind renommierte Professoren in Salzburg, München und Basel. Die Musiker dieses Konzerts kommen aus vieler Herren Länder hier eingeflogen, um schon ein paar Tage vor dem Konzert zu proben. Der Höhepunkt ihres Übens und Hauptzweck des Treffens wird das Erarbeiten von Schuberts C- Dur Streichquintett sein, über das Joachim Kaiser, der berühmte Musikkritiker schrieb:

 

„Vor Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur verneigen sich alle Menschen, denen Musik, Kammermusik gar, etwas bedeutet, glücklich bewundernd – oder sie schwärmen. Das Werk nimmt einen singulären Platz in Schuberts Schaffen, ja gar in der Musikliteratur ein. Es ist rätselhaft, und es ist vollendet … Mit Worten kann kein Mensch das tönende Mysterium dieses Werkes völlig enträtseln oder auf Begriffe bringen.“

 

Wir widmen dies Konzert dem Herrn Kobus, Messner der Kirche                 St. Leonhard, der nach der Serenade 2017 darum bat, wir mögen doch einmal wieder so schöne Musik in seine Kirche holen, ohne die vorherige Möglichkeit eines Schlosshofkonzerts. Und dem Jesus da oben, damit er sieht, wie friedlich doch Menschen aus verschiedenen Nationen zusammen musizieren können, wenn sie sich nur darum bemühen. 

 

 

                                      Eintritt 25 € (Kulturkreis-Mitglieder 20 €) 

 

 

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KONZERT                   Serenade im Schlosshof

Samstag                       Sous le ciel de Paris- Unterm Himmel von Paris

13.07.19                      Ein Abend für Frankreich und das französische Chanson

19 Uhr  Schlosshof                       mit dem

                                               

                                   Ensemble „BIDONVILLE “ (Thierry Saladin, Gesang; Thomas Ott,  Akkordeon; Oliver Biella, Gitarre; Christoph Sauer, Kontrabass),

                                    Jürgen Häußler, Saxophon,

                                    Corinne Chatel, Gesang und

                                    Yves Weyh, Akkordeon

 

                                    Im Gegensatz zum Schlager, der meist einen sehr anspruchslosen Text hat, will ein Chanson eine Geschichte erzählen, seine Wörter gleichen nicht selten einem lyrischen Text. Das moderne Chanson ist vor allem eine französische Errungenschaft. Meist sind das „Chansons d’amour“. Obwohl es auch in Deutschland eine Chanson-Tradition gibt, stand es dort immer im Schatten des Schlagers.

                                   

                                    In Frankreich assoziiert man den Begriff „Chanson“ oder "Chanson Française“ typischerweise mit der Musik von Sängern wie Charles Trenet, Jacques Brel, Jean Ferrat, Georges Brassens, Édith Piaf, Charles Aznavour, Gilbert Bécaud, Barbara, Dalida, Serge Reggiani, Serge Gainsborough, Hubert Giraud, Yves Montand, Leo Ferré, nur um einige der klassischen Chansonniers zu nennen. Man kann das Chanson von der französischen „Popmusik“ unterscheiden, weil es sich an den Rhythmen der französischen Sprache orientiert und nicht an jenen der englischen Sprache. Darüber hinaus ist das Niveau der Texte höher.

 

                                    Das Ensemble BIDONVILLE um den in Ludwigsburg lebenden Franzosen Thierry Saladin hat sich dem französischen Chanson vor allem der 50-er und 60-er Jahre verschrieben. Der Bandname leitet sich von dem gleichnamigen Titel des Chansonniers Claude Nougaro ab. Die Band besteht schon viele Jahre und hatte zuletzt einen Auftritt beim SWR-Fernsehen in „Kaffee oder Tee“!

 

                                    Die deutsch-französische Sängerin Corinne Chatel studierte in München Jazzgesang. Mit ihrem Jazzquintett gewann sie den Szenepreis der Süddeutschen Zeitung und des Bayerischen Rundfunks. Beim renommierten Kurt Weill Fest in Dessau trat sie mit ihrem Soloprogramm Paris-Berlin-New York auf. Seit 20 Jahren gibt sie Workshops im Bereich Circlesongs, u.a an den Musikhochschulen in Weimar, Dresden und Trossingen.

 

                                    Der französische Akkordeonist Yves Weyh spielte vom Alter von 11 Jahren an bei Tanzabenden und Bällen. Er studierte am Straßburger Konservatorium und machte ein Diplom in Musikwissenschaften. Seit 1995 ist er professioneller Musiker. Seither musiziert er in den Sparten Jazz, Rock, Traditionelle Musik und Chanson. Er komponiert für den Tanz, das Theater, den Film…

 

                                    Hören Sie wieder einmal die Klänge unvergessener französischer Melodien: Petite Fleur, Hymne à l’amour, Sous le ciel de Paris, la Mer, Ne me quitte pas  und viele andere.

 

                                     

                                     

                                      Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der Kirche

                                     St. Leonhard statt. In der Pause wird es im Schlossgarten

                                     unter dem Portikus eine Bewirtung geben, bei jedem Wetter.

 

                                     Eintritt 25 € (Kulturkreis-Mitglieder 20 €) 

 

 

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